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Das Leiden der Märtyrer mahnt Christen zur Einheit

Die weltweite Christenverfolgung ist ein Aufruf zur Einheit der Christen über konfessionelle Grenzen hinweg. Die „Ökumene der Märtyrer“ ist das glaubwürdigste Zeugnis des Evangeliums.

Diese Überzeugung äußerte der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, am 17. November beim Kongress „Christenverfolgung heute“ in Schwäbisch Gmünd. Daran nehmen auf Einladung des Christlichen Gästezentrums Schönblick und der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) rund 650 Experten teil. Nach Kochs Worten sind „die Märtyrer der bedeutendste Beweis, dass Spaltung überwunden werden kann“.

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Ihr Blut sei auch „der Samen der vollen ökumenischen Einheit der Christen: „Wenn uns der Feind im Tod vereint, wie kommen wir dazu, uns im Leben zu trennen?“, fragte Koch. Märtyrer wüssten, dass Christen alle eins seien, und lebten die Ökumene bereits. Dem Kardinal zufolge gibt es mehr Christenverfolgung als je zu vor. 80 Prozent aller wegen ihres Glaubens Unterdrückten seien Christen. Dem Kardinal zufolge unterscheiden Christenverfolger nicht zwischen Lutheranern, anderen Evangelischen und Katholiken: „Für die Verfolger sind Christen nicht geteilt.“ Von daher lasse die gemeinsame Bedrängnis Christen verschiedener Kirchen zusammenwachsen. Koch griff in diesem Zusammenhang zu einem Bild aus der Musik: „Der ökumenische Notenschlüssel sorgt dafür, dass unter uns nicht Kakophonie, sondern Symphonie herrscht”.

Das Martyrium gehört zum Christsein

Nach Ansicht Kochs gehört das Martyrium zum Christsein. Jesus Christus habe seinen Jünger gesagt, dass auch sie verfolgt werden, so wie er verfolgt wurde. Das Kreuz Jesu zu tragen, sei der Normalfall. Bedrängnisse könnten Christen so umformen, dass das Leben zur Gabe für Gott und andere werde. Die Kreuzesnachfolge sei kein Masochismus, sondern eine frohe Botschaft: „Durch den Tod kommt es zum wahren Leben.“ Das Martyrium von Jesus Christus bilde den Mittelpunkt des Evangeliums. Koch rief dazu auf, Märtyrern für ihr Zeugnis zu danken und sich von ihnen für ein lebendiges Christsein inspirieren zu lassen.

Spaltung der Christenheit ist das stärkste Hindernis der Weltmission

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 Er vertrat ferner die Meinung, dass sich die Spaltung der weltweiten Christenheit als stärkstes Hindernis der Weltmission erwiesen habe. Es müsse nachdenklich stimmen, dass die Einheit der Christen das größte Gebetsanliegen von Jesus ist. Sie sei daher kein Selbstzweck, sondern Zeichen der Glaubwürdigkeit des Sendungsauftrags Jesu. Koch: „Christliche Kirchen müssen daher die Spaltung überwinden, nur dann ist das christliche Zeugnis glaubwürdig”.

 

 

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