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Marokko, Algerien, Tunesien: Silvesternacht von Köln: Warum so viele Verdächtige aus Nordafrika kommen 

Von den 19 bislang identifizierten Verdächtigen zu den Silvester-Übergriffen von Köln kommen 13 aus Marokko. Asylbewerber aus Nordafrika gelten unter Polizisten schon lange als besonders problematisch – aber warum?

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Die Szenen aus der KölnerSilvester-Nacht waren vor allem deswegen so erschreckend, weil sie in dieser Form in Deutschland bislang unbekannt waren. Große Gruppen von arabisch und nordafrikanisch aussehenden Männern, die stehlen, belästigen, teilweise sogar vergewaltigen – das hat es bis zum besagten Silvesterabend noch nicht gegeben.

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Alle 3,5 Stunden eine Straftat

Ein Blick auf das Profil der verdächtigen Täter hält jedoch zur Differenzierung an: So schienen die Übergriffe in Köln vor allem von jungen marokkanischen Männern auszugehen. Von den 19 namentlich bekannten Tatverdächtigen, gegen die derzeit wegen der Silvesternacht ermittelt wird, stammen 13aus Marokko.

Fürdie Polizeiist das nichts Neues. Sie weist schon seit Jahren auf das kriminelle Profil vieler Einwanderer aus den Maghreb-Staaten Marokko,Algerienund Tunesien hin. Statistiken des Kölner Kriminalkommissariats 41 zeigen, dass 40 Prozent aller Asylbewerber aus dem Maghreb strafrechtlich auffällig geworden sind – bei Syrern liegt die Quote nur bei 0,5 Prozent.

Wie „Spiegel Online“aus einem internen Bericht derDüsseldorferPolizei mit dem Titel „Casablanca“ zitiert, begingen Täter aus den Maghreb-Staaten alle 3,5 Stunden eine Straftat im Stadtgebiet.In Kölnleiteten die Beamten im Jahr 2015 in beinahe 2000 Fällen Strafverfahren gegen Menschen aus Marokko, Algerien oder Tunesien ein.

Keine Kontakte, hoher Druck

Doch woher kommt diese kriminelle Energie? Glaubt man Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger, spielt der wirtschaftliche Druck eine gewaltige Rolle. Familien aus dem Maghreb würden oftmals ihren ältesten Sohnnach Europaschicken, um dort Geld für den Unterhalt der Familie zu verdienen, sagte Jäger bei der Vorstellung der Ermittlungsergebnisse zu Köln. Vor allemin Tunesienund Algerien herrscht in vielen Regionen bittere Armut.

ÜberSpanienoderItalienschlagen sich die Nordafrikaner nach Deutschland durch und kommen dort ohne Geld, Kontakte und Sprachkenntnisse  an – dafür mit der immensen Aufgabe, nicht nur die eigene Familie zu versorgen, sondern auch eventuelle Schulden bei Schleppern zurückzuzahlen. Das macht sie zu einer leichten Beute für anwerbende Landsleute, die teilweise direkt in den Flüchtlingsheimen neue Bandenmitglieder rekrutieren, wiedie „Süddeutsche Zeitung“(SZ) unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet.

Umweg Türkei

Manche Nordafrikaner wählen auch den Umweg überdie Türkei, um nach Deutschland einzureisen – und geben sich als Syrer aus. Dadurch erhöhen sie ihre Chancen, auch tatsächlich eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten, denn die Maghreb-Staaten gelten als politisch stabil. Dolmetscher können den Unterschied im Dialekt zwar erkennen, gerade in Nordrhein-Westfalen werden sie aber deswegen oft von Banden aus dem Maghreb bedroht, berichtet die „SZ“.

Obwohl sie meistens keine Chance auf eine Aufenthaltsbewilligung haben, können sich nordafrikanische Zuwanderer aber trotzdem sicher sein, wenigstens ein paar Jahre in Deutschland verbringen zu können. Die Bearbeitung eines Asylantrags dauert im Schnitt 14,7 Monate, mit Einsprüchen vor Gericht oder gefälschten medizinischen Diagnosen lässt sich weitere Zeit herausschlagen.

Wenig Zeit zum Geld verdienen

Und selbst wenn rechtlich gar nichts mehr geht, können sich Zuwanderer aus dem Maghreb auf die Botschaften ihrer Heimatländer verlassen: Marokko etwa ist nur wenig kooperativ, wenn es darum geht, die notwendigen Papiere für die Rückreise auszustellen. Für die nordafrikanischen Länder sind die Gelder aus der Diaspora ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Marokko und Algerien bekommen jährlich etwa sechs Milliarden Dollar von Staatsbürgern aus dem Ausland überwiesen, wiedie Vereinten Nationenerrechnet haben.Trotz allem müssen auch die hartnäckigsten Nordafrikaner nach ein paar Jahren meistens wieder den Weg zurück in die Heimat antreten. Das wiederum verstärkt den Druck, schnell Geld zu verdienen, denn in der Regel bleibt nicht viel Zeit. Sprachkenntnisse zu erwerben oder sich gar um eine Ausbildung zu bemühen, ergibt für viele Asylbewerber aus dem Maghreb daher keinen Sinn – im Gegensatz zu einer Laufbahn als Verbrecher.

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